Tag 101-104: Dänemark im September

von Franz am 12.09.2019 / in Allgemein

Wo bleibt denn nur der Spätsommer? Wir vermissen die lauen Tage mit Sonnenschein, wenig Wind und angenehmen Temperaturen. Stattdessen ist das Ölzeug im Dauereinsatz, wo wir es die letzten 3 Monate davor so gut wie nicht gebraucht hatten. Die letzten Tage hatten wir entweder Dauerregen oder viele Schauer verbunden mit viel Wind und der kommt, wie kann es anders sein, natürlich aus West, dort wo wir hinwollen.

Solche Regenbänder in der App hatten wir oft

Das Wetter und der Wind bestimmen natürlich das Geschehen, aber so oft, wie wir uns in den letzten 2 ½ Wochen die Wettervorhersagen, -apps und sonstige Informationen zu Wind und Wetter angeschaut haben, geht auf keine Kuhhaut. Leider wird es dadurch nicht besser.

Von Klintholm segelten wir zusammen mit der Seesack nach Stubbekøbing auf der dänischen Insel Falster. Um nicht im Dauerregen zu stecken, legten wir morgens um halb Neun ab. Wir hatten Glück mit dem Wind, so dass wir überwiegend am Wind Kurse hatten. Zwischendurch gab es immer wieder einen Schauer, aber zum Glück keinen Dauerregen. Dieser stellte sich erst ab 15 Uhr ein, als wir schon im Hafen angelegt hatten. Der Regen hatte dann mehr oder weniger den ganzen Abend und den Folgetag angehalten. Dazu hatte sich noch Wind mit der Stärke 6-7 Bf angesagt und wir haben es vorgezogen, im Hafen zu bleiben. Während der einen oder anderen kurzen Regenpause, in der wir kurz mal zum Einkaufen in den Ort gehen konnten, verließen wir das Boot. Ansonsten waren wir überwiegend an Bord und hatten die Zeit mit Faulenzen und Lesen verbracht. Zum Bloggen hatte ich keine Lust, das wäre zu destruktiv gewesen. Die einzigen Highlights, die wir hatten, waren zwei neue One-Pott Rezepte, die wir ausprobiert hatten und die netten Abende mit Elke und Piet. Ganz besonders gut hatten uns die Nudeln – die eigentliche Spätzle sein sollten, aber die gab es vor Ort nicht zu kaufen – mit Porree, Gehacktem, Weintrauben und Parmesan geschmeckt.

Spätzle (hier Nudeln) mit Lauch und Weintrauben – lecker

Am Dienstagabend hieß es dann Abschiednehmen von Elke und Piet. Die letzten 3 Wochen hatten wir überwiegend den gleichen Weg und die beiden sie sind uns sehr ans Herz gewachsen. Gerne haben wir auf ihre Ratschläge und Tipps gehört, schließlich kannten sie die südliche Ostsee wie aus der Westentasche. Die viele Abende, die wir zusammen bei ihnen oder bei uns an Bord verbracht haben, waren immer wieder schön. Es gab so viele Segelgeschichten zu erzählen, dass uns der Stoff scheinbar nicht ausging. Wir freuen uns schon auf ein nächstes Wiedersehen.

Abends in der Kuchenbude, egal ob auf Seesack oder My Dream, es war immer urgemütlich

Elke und Piet mit ihrer Seesack, einer Spirit 28

Am Mittwoch ging es dann für uns weiter. Für den Vormittag war Wind 3-5 Bf angesagt, der sich zum Nachmittag auf 6-7 steigern sollte. Schon um 7 Uhr legten wir ab und mit Stromunterstützung von bis zu 1½ Knoten segelten wir durch den Grønsund und das Smålandfahrwaser und passiert dabei zwei mächtige Brücken, die Seeland mit Falster verbinden.

Kurz vor der Farø Brücke

Ursprünglich wollten wir nach Femø segeln. Als wir dann aber auf der Höhe der Insel waren, überlegten wir uns weiter nach Omø zu segeln. Der Hafen dort ist aufgrund des angesagten südwestlichen Windes besser geschützt. Zudem waren wir auch sehr flott mit einem am Wind Kurs vorangekommen. Nur die letzte Stunde wurde dann doch noch etwas anstrengend, weil der Wind dann auf 6 zunahm. Was uns besonders gefreut hatte, waren die Tümmler, die wir kurz vor Omø gesehen hatten. Leider hatten wir keine Zeit für ein Foto.

Nach 38 sm lagen wir dann schon um halb drei im geschützten Hafen von Omø und hatten noch Zeit, die Insel etwas zu erkunden. Dabei haben uns die Fahrräder geholfen, die zur freien Verfügung standen, mehr von dem Eiland zu sehen. Omø ist eine nette kleine Insel mit vielen reetgedeckten, kleinen Häusern, die uns gut gefallen hat.

Wir hatten Glück, es gab kostenlose Räder zum ausleihen

Es gab viele von diesen Häusern auf Omø

Am Donnerstag ging es dann weiter nach Dageløkke auf Langeland. Wie am Vortag war der Wind für vormittags etwas geringer angesagt, als für den Nachmittag und so ging es um kurz vor Acht los. Das Fahrwasser zwischen Fynen und Langeland zeichnet sich dadurch aus, dass es bei West- und Ostwind geschützt ist, weil sich kaum eine richtige Welle aufbauen kann. Dann ist das Segeln auch bei mehr Wind etwas entspannter, als mit zusätzlichen Wellen. Auch hier hatten wir das Vergnügen kurz Tümmler zu sehen, die zum Greifen nahe am Boot vorbei schwammen. Im Hafen von Dageløkke waren wir das einzige Gastboot. Die Saison war hier beendet. Der kleine Einkaufsladen hatte geschlossen und an der äußeren Mole, wo wir lagen, gab es keinen Strom, so dass wir den Liegeplatz noch mal wechseln mussten. Im Gegensatz zu Omø ist der Ort eine reine Feriensiedlung. Dementsprechend hat es uns dort nicht so gut gefallen. Wir sind gespannt auf den nächsten Ort auf Aero, den wir dann anlaufen wollen.

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