Vorbereitung 01

von Franz / am 08.02.2019 / in Allgemein

Jetzt sind es nicht mehr ganz 4 Monate und dann wollen wir mit unserer Segelyacht „My Dream“ für vier Monate uns aus dem Arbeitsalltag verabschieden und den Büroarbeitsplatz mit einem Platz am Steuer vertauschen und statt der Kundengespräche, die ich im Vertrieb führe, den Klönsnack im Hafen mit den Skippern und sonstig maritim angehauchten Landvolk führen.

Um diesen Traum zu erfüllen, haben wir uns letztes Jahr eine Bavaria gekauft und im Sommer eine erste Reise Runde um Holland unternommen.
Nun liegt My Dream in Lemmer in der Halle und wird für die Reise fit gemacht. Insbesondere müssen die Wanten und Stagen sowie die Manschette für den Saildrive erneuert werden. Darüber hinaus sind noch Arbeiten an der Elektrik und den Navigationsinstrumenten vorgesehen.

Während alle anderen Boote eingemotted ihren Winterschlaf halten, wird an My Dream gewerkelt.

Währenddessen versuchen wir uns mental auf die Reise vorzubereiten. Feststeht, dass nichts feststeht. Wir wollen von Lemmer in die Ostsee, dass ja, aber wohin die Reise dann geht, dass wollen wir nicht jetzt schon entscheiden. Wind und Wetter werden ein gehöriges Wörtchen mitreden und wenn es uns irgendwo besonders gefällt, dann bleiben wir halt da.
Nichts desto trotz haben wir schon einige Bücher und Berichte gelesen und studiert, die ähnliche Vorhaben beschreiben. Neben Wilfried Erdmann und anderen Segellegenden waren das vor allem die „Meereszigeuner“, „Sailing Conductors“, Bastian Hauk und ganz aktuell die „segeljungs.de“. Auch wenn alle Protagonisten unterschiedliche Beweggründe haben, so scheint es doch, dass alle eine ähnliche Leidenschaft zum Meer und der Natur besitzen und gleichzeitig auch den Drang verspüren den Alltag hinter sich zu lassen und einfach mal was anderes zu tun.

Karten, Hafen- und Revierführer und schon ein paar Gastlandflaggen liegen parat.

Nun sind wir beide, Renate und ich, nicht mehr ganz so jung wie viele von den anderen, die ihren Traum schon gelebt haben oder gerade leben, aber ich denke, dass wir uns nicht so sehr von ihnen unterscheiden. Wir haben unseren Traum und sind dabei ihn zu verwirklichen!

Die letzten Wochen standen besonders im Fokus fehlendes Material zu besorgen. Neben Seekarten, Hafenhandbücher und Beschreibungen musste das eine oder andere beschafft werden. Dazu zählte dann auch ein neuer Heckanker, nebst Kettenvorläufer und aufrollbare Leine. Die Ankaroline haben wir bei einem Törn in den Aalands kennengelernt und denken, dass sie uns gute Dienste erweisen wird. Und wir hoffen, dass die in der Yacht angepriesen Kaugummis „Sea Gum“ ihr Versprechen halten können, da insbesondere Renate hier eine gewisse Anfälligkeit aufzeigt. Aber wir haben den Erfinder dieses Produkts, Prof. Jarisch auf der Boot in Düsseldorf kurz kennengelernt und das erste Kaugummi, dass wir dort probiert hatten, hat uns nicht davon abgehalten eine Großpackung einzukaufen. Nun hoffen wir nur, dass wir sie a) nicht so benötigen und b) sie ihr Versprechen halten und die Seekrankheit in den Griff bekommen.

Reserveanker, Ankarolina und in der weißen Box die Sea Gums.

 

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